# Ta'er Monastery (Kumbum) (塔尔寺)

Xining, Qinghai Province · Nordwesten, China · Bewertung im Reiseführer: 5/5
Canonical: https://cnatrip.com/de/places/ta-er-monastery-kumbum
Language: de

## Wichtige Fakten

- **Eintritt:** ¥70 (April–Oktober), ¥40 (November bis März); die Hallen mit Butterskulpturen, Druckerei, Wandmalereien und Thangkas sind nur mit Ticket zugänglich, die übrigen kleinen Hallen sind kostenlos
- **Öffnungszeiten:** 7:30–17:30 Uhr (April–Oktober), 8:00–16:30 Uhr (November bis März)
- **Zeitbedarf:** 3–5 Stunden
- **Anreise:** In der Nähe der Bushaltestelle Tar-Wan-Dorf (塔尔湾村)
- **Geeignet für:** Architektur, Tempel, Wandern & Outdoor, Fotografie

## Über Ta'er Monastery (Kumbum)

Das Ta’er-Kloster (Kumbum) heißt auf Tibetisch „Kumbum“, was „Tempel der hunderttausend Löwengebrüll-Buddhas“ bedeutet, und blickt auf eine über 600-jährige Geschichte zurück.
Aus der Ferne sieht man unter dem blauen Himmel eine Reihe weißer Stupas vor dem Tempel stehen. Tritt man näher, überrascht die Farbenpracht: Vor den Mauern aus Tuffstein leuchten die Gebäude in kräftigem, schimmerndem Glanz. Hier wurde Tsongkhapa (宗喀巴), der Gründer der Gelug-Schule (Gelbmützen) des tibetischen Buddhismus, geboren. Das Kloster ist eines der sechs großen Klöster der Gelug-Schule und das buddhistische Zentrum des Nordwestens.
Das am Berghang errichtete Kloster erstreckt sich über mehr als 400.000 Quadratmeter und umfasst über 10.000 Räume, darunter Hallen, Lehrhäuser, Stupas, Residenzen lebender Buddhas und Mönchsunterkünfte. Die Architektur verbindet tibetische und chinesische Stilelemente.
Die Butterskulpturen, Wandmalereien und Stoffapplikationen (堆绣) gelten als die „drei Künste“ des Klosters. Butterskulpturen (酥油花) sind Kunstwerke aus mit Yakbutter angerührten Farben. Der Überlieferung nach brachte Prinzessin Wencheng bei ihrer Hochzeit mit Songtsen Gampo eine Buddhastatue aus Chang’an nach Lhasa, in den Jokhang-Tempel. In den eisigen Wintern, wenn keine Blumen zum Opfern vorhanden waren, formten die Gläubigen Blumen aus Butter und opferten sie vor den Statuen. Jedes Jahr am 15. Tag des ersten Monats, beim Laternenfest, werden die kunstvoll gefertigten Butterskulpturen im Kloster ausgestellt; es ist ein alljährliches Großereignis.
Die Wandmalereien schmücken die Hallen. Meist sind sie auf Stoffbahnen gemalt, manche direkt auf Wände und Deckenbalken. Die Pigmente stammen aus Mineralien, sind leuchtend und bleiben über Jahrhunderte haltbar. Der Stil folgt der religiösen Malerei des tibetischen Buddhismus mit starkem indo-tibetischem Charakter.
Die Stoffapplikationen sind eine Eigenheit des Klosters: Farbige Seiden- und Satinstoffe werden zu Motiven wie Buddhafiguren, Blumen und Tieren geschnitten, mit Wolle oder Baumwolle gepolstert und auf Stoffbahnen aufgenäht. Die Motive stammen meist aus buddhistischen Legenden und dem religiösen Alltag.

## Tipps aus dem Reiseführer

- 1. Kleiderordnung: Das Kumbum-Kloster verlangt von Besuchern lange Oberteile oder lange Röcke. Wer zu freizügig gekleidet ist, darf die Anlage nicht besichtigen.
- 2. Fotografierverbot: In den Klosterhöfen und Haupthallen ist das Fotografieren untersagt. Auch heimliche Aufnahmen sollte man unterlassen, da sie als Missachtung der lokalen Bräuche gelten.
- 3. Entfaltung der Buddhabilder: Diese Zeremonie findet jährlich zweimal, im 4. und im 6. Monat des Mondkalenders, während der Klosterfeste statt. Das Kloster besitzt vier große Stickbilder von Buddha: Shakyamuni, Tsongkhapa, Vajrasattva und den Löwengebrüll-Buddha. Pro Zeremonie wird jeweils nur eines an dem Hang oberhalb des Klosters entfaltet, damit die Gläubigen es verehren und den Segen empfangen können. Die Zeremonie ist sehr feierlich und ein eindrucksvolles Schauspiel.

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Quelle: China Self-Guided Travel 2025 (《中国自助游》, Tianjin Science & Technology Press, Aug 2024), p. 703. Preise, Öffnungszeiten und Verkehrsangaben entsprechen der Ausgabe von August 2024 und können sich geändert haben. Bestätige sie vor der Reise immer beim jeweiligen Ort.
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