# Reiseführer Lhasa (拉萨)

Tibet Autonomous Region · Südwesten, China · 19 Orte
Canonical: https://cnatrip.com/de/destinations/tibet/lhasa

## Kurzroute

- **Tag 1:** Potala-Palast → Medizinkönigsberg → Norbulingka → Drepung-Kloster
- **Tag 2:** Barkhor-Straße (Frühstück) → Jokhang-Tempel → Chongsaikang → Ramoche-Tempel → Sera-Kloster
- **Tag 3:** Lhasa → Nyainqentanglha-Gebirge → Nagela-Pass → Namtso-See (Übernachtung)
- **Tag 4:** Namtso-See → Yangbajain → Tsurphu-Kloster → Lhasa
- **Tag 5:** Lhasa → Ganden-Kloster → Drigung-Til-Kloster

## Die Atmosphäre des Ortes

- **Fromme Pilger:** In Tibet bietet sich Ihnen ein Bild wie dieses: eine lange, eindrucksvolle Bergstraße und eine Schar tief gläubiger Pilger, die Schritt für Schritt niederfallen, jeder Schritt von großer Andacht getragen. Seit vielen Jahren sind sie unterwegs, nur um im Laufe eines einzigen Lebens mit ihrem ganzen Körper die heilige Stadt Lhasa zu berühren.
- **Geschäftseröffnung:** Wer in der Barkhor-Straße früh am Morgen mit den tibetischen Händlern feilscht, hört den Ausdruck „开张生意“ (kāizhāng shēngyì, „Geschäftseröffnung“). Die Händler gewähren dem ersten und dem letzten Kunden des Tages traditionsgemäß einen Preisnachlass. Wenn sie resigniert „Geschäftseröffnung“ sagen, klingt das, als wollten sie Ihnen sagen: Sie haben ein Schnäppchen gemacht. Anschließend klatschen sie das erhaltene Geld mehrmals auf den Verkaufstisch; man sagt, dies bringe Glück.

## Das Gefühl des Ortes

### Höhenkrankheit

Es sind auch Fälle bekannt, in denen eine Erkältung zu einem Lungenödem und damit zum Tod führte. Heute verlaufen die Routen für Reisende jedoch in der Regel gut erschlossen, und in allen größeren Städten gibt es Krankenhäuser, die die Höhenkrankheit behandeln. Die Gefahr, an der Höhenkrankheit zu sterben, ist daher äußerst gering. Zu beachten ist, dass Reisende mit Herz- oder Lungenproblemen sowie geschwächter Konstitution für eine Reise auf das Hochplateau nicht geeignet sind.

Nach der Ankunft in Tibet sollten Sie sich zunächst nicht stark anstrengen; ruhen Sie sich lieber zwei Tage aus. Bei Kopfschmerzen können Sie Schmerzmittel wie Aspirin nehmen; sind die Schmerzen sehr stark, sollten Sie ein Krankenhaus aufsuchen. Vor Ort werden auch Sauerstoffflaschen verkauft.

### Hunde nicht leichtfertig necken

Gerade in Tibet, besonders in abgelegeneren Gegenden, sollten Sie Hunde nicht leichtfertig necken, denn jederzeit kann man auf Tibetmastiffs treffen.

### Gebiete in Tibet, für die eine Grenzgenehmigung erforderlich ist

### Stadt Shigatse

Zhongba, Saga, Nyalam (Zhangmu), Tingri, Kangmar, Yadong, Gamba, Dingjie, Gyirong

### Stadt Nyingchi

Medog, Lulang, Mainling, Chayu

### Stadt Shannan

Nagarzê, Cona, Lhozhag, Longzi

### Region Ngari

Burang, Zanda, Rutog, Gar

### Vorbereitung und Beratung

### Klima und Reisezeit

Von November bis Mai des Folgejahres ist es in Tibet sehr kalt; viele Gebiete werden durch starke Schneefälle von der Außenwelt abgeschnitten. Da die Luft im Winter zudem trocken ist, treten die Höhenbeschwerden bei Besuchern stärker auf als im Sommer. Daher eignet sich diese Zeit nicht für die meisten Reisenden. Für Ngari hingegen ist diese Jahreszeit die beste, da keine Regenfälle die Straßen beschädigen.

Von Juni bis August herrscht in Tibet Regenzeit. Das Regenmuster in Lhasa ist eigentümlich: Nachts regnet es meist, tagsüber scheint dagegen den ganzen Tag die Sonne, und das Sonnenlicht ist so intensiv, dass man es als gleißend bezeichnen kann. Abgesehen von der Mittagszeit, in der es recht sonnig ist, sind die Temperaturen in dieser Zeit sehr angenehm. Deshalb wirken die Menschen in Lhasa eher gemütlich und entspannt; wer sich an die Höhe gewöhnt hat, möchte kaum mehr weg.

### Gesundheit

Die Höhenbeschwerden sind ein Anpassungsprozess. Ob Sie mit dem Auto oder dem Flugzeug auf das Hochplateau reisen, Sie werden in unterschiedlichem Maße Beschwerden spüren. In der Regel sind die Symptome kurz nach der Landung und beim Überqueren des Tanggula-Passes nicht am stärksten, weil der Körper dann noch genug Sauerstoffmoleküle in seinem Blut gespeichert hat. Die erste Nacht auf dem Hochplateau ist am schwersten zu ertragen. Typische Reaktionen sind Atemnot, Brustenge, Kopfschmerzen und Übelkeit bzw. Erbrechen; das beste Mittel ist Geduld. Meist gewöhnt sich der Körper nach drei bis fünf Tagen weitgehend an die Höhe. Die durch Sauerstoffmangel verursachte Erschöpfung lässt sich allerdings auch in einigen Wochen nicht vollständig beseitigen.

### Sicherheit

Da Sprachbarrieren bestehen, kann es leicht zu Missverständnissen kommen. Respektieren Sie die tibetische Bevölkerung und vermeiden Sie unbedachte Handlungen, die Ärger verursachen könnten. Die Tibeter begegnen Reisenden in der Regel mit Neugier und Interesse und ohne Feindseligkeit, Sie können sich also diesbezüglich unbesorgt fühlen.


## Anreise & Verkehr

### Anreise

Unter den Verkehrsmitteln ist das Flugzeug für die Anreise nach Lhasa vielleicht am geeignetsten, weil es Zeit spart; zugleich ist es aber auch am wenigsten geeignet, weil man sich dann nicht ausreichend an die Höhe gewöhnen kann.

### Pläne flexibel gestalten

1. Planen Sie in den ersten Tagen auf dem Hochplateau nicht zu starr, denn der Gesundheitszustand lässt sich nicht sicher vorhersagen. Außerdem wird man in Lhasa ganz von selbst träge; schon das Sitzen im Flur einer Herberge in der Sonne ist ein Genuss.

2. Juli und August sind die Hochsaison für Tibet-Reisen; in dieser Zeit steigen die Preise für Unterkünfte und Mietwagen, und Flugtickets sind schwer zu bekommen.

### Keine Kontaktlinsen tragen

Das Klima in Tibet ist sehr trocken. Kurzsichtige Reisende sollten möglichst keine Kontaktlinsen tragen. In allen Apotheken Tibets ist Rhodiola (Hongjingtian) erhältlich; wer zwei Wochen vor der Einreise damit beginnt, kann Höhenbeschwerden vorbeugen, sie aber nicht heilen.

### Qinghai-Tibet-Bahn

1. Um die Auswirkungen auf den natürlichen Lebensraum wildlebender Tiere wie der Tibetantilope so gering wie möglich zu halten, wurden entlang der gesamten Qinghai-Tibet-Bahn insgesamt 33 Wildtierpassagen eingerichtet, die sich auf eine Gesamtbreite von knapp 60 Kilometern summieren. Entlang der Strecke gibt es außerdem zahlreiche Brücken, niedrige Dämme und Passagen für Nutztiere, die Wildtieren das Durchqueren ermöglichen.

2. Da die Züge der Qinghai-Tibet-Bahn nach der Einfahrt nach Tibet durchgehend mit Sauerstoff versorgt werden, können Fahrgäste die Fenster nicht öffnen; daher tritt das Problem des Müllwegwerfens nicht auf. An allen Bahnsteigen entlang der Strecke gibt es Müllstationen; sämtlicher Müll wird nach Golmud gebracht und dort entsorgt.

3. Die Qinghai-Tibet-Bahn eröffnet den Bauern und Viehzüchtern Tibets mehr Beschäftigungsmöglichkeiten.

### Tipps zur Fahrt

Reisenden, die auf das Hochplateau wollen, wird empfohlen, in Golmud einen Liegewagen zu nehmen. Man kann auch einen Wagen mieten; einheitliche Preise gibt es nicht, für eine einfache Strecke kommt man meist mit ¥200 aus. Manchmal kann man auch einen der neuen Wagen mitnehmen, die nach Lhasa fahren; das kostet pro Person etwas über ¥100, ist aber nicht besonders sicher.

### Flugzeug

Der Gonggar-Flughafen liegt im Kreis Gonggar, Großgemeinde Jiazhulin, in der Region Shannan in Tibet, etwa 60 Kilometer von der Innenstadt Lhasas entfernt. Vom Flughafen fährt ein Bus in die Stadt; der Fahrpreis beträgt etwa ¥25, die Fahrt dauert rund eine Stunde. Die Endstation des Busses ist das Zivilluftfahrt-Hotel an der Niangre-Straße neben dem Potala-Palast. Mit dem Taxi kostet die Fahrt vom Stadtzentrum zum Flughafen etwa ¥200.

### Bahn

Die Anreise mit dem Zug nach Tibet hat deutliche Vorteile: Erstens steigt die Qinghai-Tibet-Bahn auf ihrer Strecke allmählich an, sodass sich der Körper Schritt für Schritt an das Hochplateau gewöhnen kann. Zweitens bietet sich eine Landschaft, die Flugreisende nicht sehen: Die Strecke führt vorbei an der Quelle des Jangtse, dem Tuotuo-Fluss, dem Tanggula-Pass auf 5231 Metern Höhe, der Qingshui-Brücke, an der regelmäßig Tibetantilopen vorbeiziehen, und durch das geheimnisvolle unbewohnte Gebiet. Die Sauerstoffversorgung im Zug wird ab Golmud eingeschaltet. Von Golmud nach Lhasa dauert die Fahrt nur etwa zwölf Stunden; der Zug fährt tagsüber, sodass man die Landschaft in Ruhe genießen kann.

Vom Stadtzentrum erreichen Sie den Bahnhof Lhasa mit den Buslinien 1, 9, 10, 14 und 30. Derzeit gibt es Zugverbindungen nach Lhasa aus Peking, Lanzhou, Xining, Chengdu, Chongqing, Shanghai, Guangzhou und Shigatse.

### Straße

Zu den Fernstraßen nach Tibet gehören die Qinghai-Tibet-Straße, die Yunnan-Tibet-Straße, die Sichuan-Tibet-Straße, die Xinjiang-Tibet-Straße und die China-Nepal-Straße. Die Yunnan-Tibet- und die Sichuan-Tibet-Straße werden in jeder Regenzeit durch Erdrutsche immer wieder unterbrochen; auf der Xinjiang-Tibet-Straße gibt es nicht einmal Linienbusse. Die China-Nepal-Straße ist für ausländische Reisende ein wichtiger Zugang nach Tibet.

Die Qinghai-Tibet-Straße führt von Golmud in der Provinz Qinghai über 1164 Kilometer bis nach Lhasa. Sie hat den besten Straßenzustand unter den fünf Fernstraßen nach Tibet, trägt jährlich etwa 80 % des Güterverkehrs nach Tibet und ist die erste Wahl für Individualreisende auf dem Landweg. Unterwegs muss der Tanggula-Pass überquert werden; für Langstrecken-Liegebusse muss man mit 24 bis 36 Stunden rechnen. Wegen der großen Entfernung kann es zu Reifenpannen oder ungünstigem Wetter kommen, daher ist eine pünktliche Ankunft nicht garantiert. Die größten Busbahnhöfe in Lhasa sind der Busbahnhof Beijiao (Nordvorort) und der Busbahnhof Liuwu.

### Fernbusbahnhöfe und Abfahrtsrichtungen

### Stadtverkehr

Taxis in Lhasa werden inzwischen nach Taxameter abgerechnet: Die Grundgebühr beträgt ¥10 für die ersten 3 km, danach kostet jeder weitere Kilometer ¥2. Da das Stadtgebiet von Lhasa vergleichsweise klein ist, kommt man meist innerhalb der Grundgebühr ans Ziel. Fahrten zu den Klöstern am Stadtrand, etwa Drepung und Sera, überschreiten die Grundgebühr jedoch. Die sogenannten Rikschas (Dreiradtaxis mit Muskelkraft), die nach Entfernung abrechnen, verlangen in der Regel eine Grundgebühr von ¥3. Auch Minibusse und Stadtbusse sind wichtige Verkehrsmittel in Lhasa. Ein Stadtbus kostet ¥1, ein Minibus ¥2.

- **Flughafen-Auskunft** — 
- **Beijiao-Busbahnhof (北郊客运站)** —  (Zhaji-Straße 11, Lhasa)
- **Liuwu-Busbahnhof (柳梧客运站)** —  (Direkt neben dem Bahnhof Lhasa; neu eröffneter Fernbusbahnhof)

## Essen & Trinken

Milchtee und Gerstenbier gehören zu den Getränken, die man auf einer Reise durch ganz Tibet fast überall probiert. Im Vergleich zu anderen Regionen ist Lhasa jedoch der lebhafteste Ort: Hier gibt es nicht nur gute tibetische Gerichte, sondern auch eine große Auswahl an Speisen. Wer es sich leisten kann, findet in Lhasa alles, was den Gaumen erfreut.

### Krankenhäuser in Lhasa

Notaufnahme 0891-6322200

Notaufnahme 0891-6822115

### Empfohlene Restaurants

In Lhasa gibt es Küche aus allen Regionen: tibetische Gerichte, kantonesische, nordchinesische und hunanesische Küche. Am verbreitetsten ist die sichuanische Küche, die bei Touristen wie bei Einheimischen sehr beliebt ist. In der Deji-Straße und der Beijing-Straße findet man Spezialitäten aus allen Teilen Chinas, darunter sichuanische Gerichte, Hotpot und vielerlei Snacks. Dort gibt es sogar westliche Restaurants und Bars, die viele Reisende gern ausprobieren.

- **Volkskrankenhaus der Autonomen Region** —  (Gelegen in der Linkuo-Nord-Straße)
- **Zweites Volkskrankenhaus der Autonomen Region** —  (Gelegen in der Jinzhu-Ost-Straße 119)
- **Volkskrankenhaus der Stadt Lhasa** —  (Gelegen in der Beijing-Ost-Straße)
- **Zentralkrankenhaus des Militärbezirks Tibet** —  (Gelegen in der Niangre-Nord-Straße)
- **Frauen- und Kinderklinik Lhasa** —  (Gelegen in der Jiangsu-Straße 12)
- **Gesundheits- und Seuchenschutzstation Lhasa** —  (Gelegen in der Duodi-Süd-Straße)
- **Tibetische Küche** — Tibetische Speisen werden kaum im eigentlichen Sinne gekocht; der Geschmack liegt im natürlichen Saft der Zutaten. Wer Fleisch nicht gut verträgt, dürfte es schwer haben. Entscheidend ist der Mut zum Essen: Man sollte bereit sein, das Fleisch fast roh zu verzehren, denn Besteck gibt es keine Stäbchen, nur Messer. Bei Gerstenbier und Buttertee gilt: erst probieren, dann trinken – in Tibet kann eine Magenverstimmung lästig werden. In den Minderheitenhotels in Lhasa gibt es sehr gute Gerichte, dort lässt sich alles probieren. Im Folgenden einige gute Adressen für tibetische Küche.
- **Xueshengong Tibetisches Restaurant** — Elegantes Ambiente; eines der gehobensten tibetischen Restaurants in Lhasa, bedient ausschließlich von tibetischen Mädchen. Die Küche ist authentisch, mit rohem Fleisch in Sauce, Blutwurst, frittierten Lammrippchen und tibetischen Teigtaschen (Baozi). (Gelegen am westlichen Ende der Mauer des Potala-Palasts, 0891-6531556)
- **Magi-Ami Westrestaurant und Bar** — Ein sehr bekanntes Lokal, in dem man eine ganz besondere Atmosphäre erleben kann. (Gegenüber dem Telekommunikationsamt an der südöstlichen Ecke der Barkhor-Straße, 0891-6328608)
- **Ruyi-Kalin Tibetische Bar** — Wer nach Tibet kommt, sollte unbedingt Yakfleisch probieren. Der Yak-Hotpot hier ist einzigartig: zartes Fleisch und eine aromatische Brühe. (Yutuo-Straße, Hotelkette Dushi 118, 2. Stock, Nr. 26, 13989082006)

## Nachtleben

Lhasa bietet zahlreiche Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten: Kinos, Karaoke-Säle, Tanzlokale, Bars, Nachtclubs, Teehäuser, Bowlingbahnen und mehr. Auf den Straßen findet man außerdem einfache Lokale der tibetischen Bevölkerung – Süßteehäuser, tibetische Restaurants und Thermalbäder. In vielen Restaurants kann man farbenprächtige Volkstänze und Musik erleben.

### Empfohlene Bars

Viva Villa: Bei Cocktails mit Blick auf den nächtlich beleuchteten Potala-Palast und melodischer Volksmusik – ein Genuss, der sich unbedingt lohnt.

- address: Jiangsu-Straße 28 (6. Stock des Zhefei-Hotels im Guangdong-Gildehaus)

- **Cuifang** — Wie fühlt es sich an, auf 3.666 m Höhe eine Bar zu besuchen? Diese versteckt gelegene Bar bietet eine Vielzahl an Whiskys, die viel Lob erhalten, und ihr Gebäude bewahrt den ausgeprägten tibetischen Stil. (Xiasasu-Straße, Gasse 2, Nr. 16)
- **Aifangzi – traditionsreiche Musikbar** — Eine der bekanntesten kleinen Bars in Lhasa. Tagsüber ist es hier sehr ruhig, und man kann mit dem eigenen Laptop sitzen und entspannt im Netz surfen. Der Wirt legt hervorragende Musik auf, Platten aus China, Indien, Nepal und anderen Regionen, sorgfältig ausgewählt.
- **Lhasa Song** — Hier atmet man den teuersten Sauerstoff und tanzt in der höchstgelegenen Disco. Nach 22 Uhr, wenn die Nacht tief ist, beginnt die Stimmung erst richtig. Menschen aus aller Welt treffen sich hier, nur um mit erhobenen Gläsern gemeinsam das Lied „Hòulái“ zu singen. (Binhe Lu, Xianzu-Insel, Chengtou Binhe-Park, Phase II, 4-8-1)

## Einkaufen

Niemand kann der Verlockung der Barkhor-Straße widerstehen. Sie führt rund um den Jokhang-Tempel, und Tausende von Händlern rufen einen in allen möglichen Sprachen an.

### So wählen Sie tibetischen Schmuck aus

Am häufigsten findet man hier tibetischen Schmuck: Ohrringe, Halsketten, Armreifen, Ringe und allerlei skurrile Dinge. Auf den Straßenständen liegt selten echtes Gold oder Silber, und von echten Edelsteinen ist ohnehin keine Rede. Die Verarbeitung ist eher grob, doch Farben und Designs sind eindeutig tibetisch und anderswo kaum zu finden. Deshalb eignet sich das gut für größere Einkäufe als Mitbringsel für Freunde und Kollegen; die Preise liegen von wenigen Yuan bis rund ¥15. In den Gassen hinter dem Jokhang-Tempel gibt es kleine Läden mit echtem Silberschmuck, der auf elektronischen Waagen nach Gewicht berechnet wird: etwa ¥25 pro Gramm.

- **Tibetische Messer** — Ein weiteres typisches Mitbringsel, allerdings von sehr grober Verarbeitung; man stellt sie am besten im Bücherregal zur Schau. Üblich sind Klingen von etwa einem Chi (rund 33 cm) Länge, gelegentlich auch einen Meter lang. Die Post nimmt Pakete an: Selbst wenn Sie ein Qinglong-Mondsichelschwert erstehen, verpacken sie es und schicken es zuverlässig nach Hause.
- **Thangkas** — Es gibt gedruckte und handgemalte Thangkas. Gedruckte zeigen Buddhabilder auf Seide. Handgemalte entstehen von spezialisierten Handwerkern und tibetisch-buddhistischen Mönchen, die mit natürlichen Pigmenten sorgfältig auf Leinwand malen. Da die Farben giftige Bestandteile enthalten, werden sie selbst nach langer Lagerung nicht von Insekten angefressen. In der Bakhor-Straße gibt es mehrere Werkstätten, die Thangkas anfertigen, und auch vor dem Potala-Palast liegen einige Läden. Thangkas sind Kunstwerke und entsprechend teuer; schon kleinere Stücke kosten mehrere hundert Yuan. Das Halbberg-Thangka im Drepung-Kloster ist ein Fall für sich, sein Wert lässt sich nur erahnen.

## Übernachten

Lhasa ist die größte Stadt Tibets und das Zentrum des Tourismus im gesamten tibetischen Siedlungsgebiet, daher müssen Sie sich um Unterkünfte keine Sorgen machen. Es gibt teure, komfortable Hotels, das Lhasa Hotel mit Sauerstoffversorgung wie in einem großen Krankenhaus, und einfache Gemeinschaftsunterkünfte, in denen es außer Betten und einem Fernseher nichts gibt. Reisende übernachten am besten in einem der bekannten Traveller-Treffpunkte; dort findet man leichter Mitreisende für einen Mietwagen und tauscht Informationen aus.

Viele Rucksackreisende bevorzugen kleine Hostels im Stil von Jugendherbergen, die meist in der Nähe der Barkhor-Straße liegen.

Die meisten Jugendherbergen haben ein Schwarzes Brett mit Reiseinformationen, das meist mit Angeboten für Mietwagen vollgehängt ist. Eine Fahrt auf diesem Weg ist etwa 10 bis 50 % günstiger als über ein Reisebüro, und man findet dort auch Reisepartner für abgelegenere Routen wie nach Medog oder Ngari.

- **Balangxue Hotel** — Gegründet 1984. Bei Reisenden äußerst beliebt, gehört es zu den ältesten und bekanntesten Hotels in Lhasa. (Beijing Donglu 8, 0891-6563777)
- **Lincang Boutique Hotel** — Altes Haus in neuem Glanz, einst die Residenz des Lehrers des Dalai Lama. Auch die Möbel sind antike tibetische Truhen aus dem Antiquitätenhandel. Vom Dach aus sieht man die goldenen Dächer des Jokhang-Tempels und die Berge rund um Lhasa. (Lhasa, Bezirk Chengguan, Lugu 1. Gasse Nr. 38, nahe der Jiangsu-Straße, 0891-6899991)

## Sehenswürdigkeiten

- **Potala Palace** (★★★★★): Eintritt ¥200 (Hochsaison, Mai–Oktober); ¥100 (Nebensaison, November–April); die Schneestadt am Fuß des Berges und das Schatzmuseum können kostenlos besichtigt werden, die Goldene Spitze ist nicht geöffnet; Öffnungszeiten 9：40—15：20; Zeitbedarf 3–4 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/potala-palace
- **Yaowangshan Cliff Carvings** (★★★★): Eintritt Kostenlos; Öffnungszeiten 7：00—19：00; Zeitbedarf 1–2 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/yaowangshan-cliff-carvings
- **Norbulingka** (★★★): Eintritt ¥60; Parkeintritt ¥10; Haupttor ¥3; jede Halle ¥7; Öffnungszeiten 9：30—18：00; Zeitbedarf 2–3 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/norbulingka
- **Tibet Museum** (★★★★): Eintritt Kostenlos; Zeitbedarf 1–2 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/tibet-museum
- **Zhaji Temple** (★★★): Eintritt Kostenlos; Zeitbedarf 1–2 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/zhaji-temple
- **Jokhang Temple** (★★★★★): Eintritt ¥85; Öffnungszeiten 12：00—18：00; Zeitbedarf 1–2 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/jokhang-temple
- **Ramoche Temple** (★★★): Eintritt ¥30; Öffnungszeiten Für einheimische Gläubige geöffnet 8:30–15:00 Uhr, für Besucher 15:00–16:00 Uhr; Zeitbedarf 1–2 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/ramoche-temple
- **Sera Monastery** (★★★★): Eintritt ¥50, ab 17:00 Uhr ¥10; Öffnungszeiten Geöffnet ab 7:00 Uhr; Disputationen beginnen um 15:00 Uhr; ab 17:00 Uhr sind die Haupthallen und Lehrsäle geschlossen; Zeitbedarf 3–4 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/sera-monastery
- **Drepung Monastery** (★★★★): Eintritt ¥60; Öffnungszeiten 9:00–16:00 Uhr; Disputationen beginnen um 14:30 Uhr; am Nachmittag sind die meisten Buddhahallen geschlossen; Zeitbedarf 2–3 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/drepung-monastery
- **Chongsaikang** (★★★): Zeitbedarf 1–2 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/chongsaikang
- **Barkhor Street** (★★★): Zeitbedarf 1–2 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/barkhor-street
- **Princess Wencheng Live Performance Theatre** (★★★★): Eintritt je nach Platz ¥380–1280; Zeitbedarf 2 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/princess-wencheng-live-performance-theatre

## Tagesausflüge & Umgebung

- **Ganden Monastery** (★★★★): Eintritt ¥50; Öffnungszeiten 7：00—17：00; Zeitbedarf 2–3 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/ganden-monastery
- **Drigung Til Monastery** (★★★★): Eintritt ¥30; Öffnungszeiten 6：00—16：00; Zeitbedarf 2–3 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/drigung-til-monastery
- **Drak Yerpa Monastery** (★★★): Eintritt ¥40; Öffnungszeiten 9：00—17：30; Zeitbedarf 1 Stunde — https://cnatrip.com/de/places/drak-yerpa-monastery
- **Namtso Lake** (★★★★★): Eintritt ¥145 (Nebensaison, Eintritt + Shuttlebus) ¥210 (Hochsaison, Eintritt + Shuttlebus); Zeitbedarf 1–2 Tage — https://cnatrip.com/de/places/namtso-lake
- **Tsurphu Monastery** (★★★★): Eintritt ¥35; Öffnungszeiten 9：00—14：00 — https://cnatrip.com/de/places/tsurphu-monastery
- **Mila Mountain** (★★★): Zeitbedarf 1–3 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/mila-mountain
- **Yangbajain** (★★★★): Eintritt Hochsaison: ¥198 (1. Mai–14. Oktober); Nebensaison: ¥128 (15. Oktober–30. April). Badebekleidung mitbringen wird empfohlen.; Öffnungszeiten 9：00—21：00; Zeitbedarf 4–5 Stunden — https://cnatrip.com/de/places/yangbajain

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Quelle: China Self-Guided Travel 2025 (《中国自助游》, Tianjin Science & Technology Press, Aug 2024), pp. 521–551. Preise, Öffnungszeiten und Verkehrsangaben entsprechen der Ausgabe von August 2024 und können sich geändert haben. Bestätige sie vor der Reise immer beim jeweiligen Ort.